Die Alien-Hypothese
Eine Wahrscheinlichkeitsanalyse
Copyright © Klaus Piontzik Claude Bärtels

Einleitung

 


Bevor der Entschluss fiel, dieses Buch zu schreiben fanden mehrere Diskussionen im Bekannten- und Freundeskreis statt, unter denen sich auch einige Naturwissenschaftler und Ingenieure befanden. Sowohl Kritiker als auch Befürworter der „
UFO-Hypothese“. Daraus entstanden die folgenden Fragen:

Was lässt sich mit dem heutigen Stand des Wissens über das UFO-Phänomen sagen?

Was ist wirklich dran am UFO-Phänomen? Welche Konsequenzen und Interpretationen ergeben sich aus den Berichten zu Sichtungen? Ist SETI sinnlos? Wie viele „Erden 2“ gibt es in unserer Galaxie? Wie viele erdähnliche Planeten gibt es?
Sind wir allein im Universum? Und wenn nicht, wie viele intelligente Spezies existieren dann in unserer Galaxie? Wie viele davon betreiben interstellare Raumfahrt? Ist das Fermi-Paradoxon noch gültig? Stimmt die Drake-Gleichung noch? Gibt es Alternativen?
Ist die Lichtgeschwindigkeit wirklich die höchste Geschwindigkeit, die Materie und Energie erhalten können? Wenn es raumfahrende Rassen in unserer Galaxie gibt, beherrschen sie interstellare Raumfahrt, die sich schneller als Licht bewegt? Gibt es so etwas wie einen Hyperfunk?

Zunächst scheint es so, aufgrund der Datenmenge von beschriebenen Sichtungen und des öffentlich zugänglichen Materials, dass man erst einmal nur sagen kann:
es gibt dieses UFO-Phänomen.
Während einer umfassenden Recherche dieses UFO-Materials stellte sich dann aber heraus, dass alle Ereignisse in fünf Kategorien einteilbar sind.
Aus diesen Kategorien ergeben sich Theorien, Hypothesen und Optionen, die unsere Kenntnis über die heutige Physik betreffen und auch unsere heutigen Vorstellungen vom Vorkommen anderer intelligenter Spezies in der Galaxie.
Denn inzwischen können aufgrund ständig aktualisierter radioastronomischer und optischer Untersuchungen, wie z.B. durch das Keplerteleskop, Betrachtungen zur Bevölkerung der Galaxie gemacht werden.

Das war die Geburtsstunde dieses Buches.

Dieses Buch unterscheidet sich von anderen UFO-Büchern insofern, als dass es keine Aneinanderreihung von UFO-Vorfällen ist, um die UFO-Hypothese zu belegen, sondern eine allgemeine Analyse des gesichteten Materials darstellt.
Wir können hier durchaus von einer „Desk-Research“ oder auch „Metaanalyse“ sprechen. Wir betonen ausdrücklich, dass es sich hier um eine Analyse mit einer Wahrscheinlichkeitsbetrachtung handelt. Es ist keine exakte Berechnung auf Grund von Daten.
Daher werden hier einzelne Fälle lediglich als Stellvertreter, für jeweils eine Menge von Vorfällen, behandelt. Aus der Analyse des Datenmaterials werden Hypothesen gezogen, die als Axiome bezeichnet werden. Die daraus abgeleiteten Aussagen werden als Sätze formuliert. Alle Axiome und Sätze führen zu einer Gesamtbewertung der Situation, die dann als
Arbeitshypothese benutzt werden kann.
Es sei hier noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich im folgenden Buch nicht um eine Berechnungsmethode zur Bestimmung der Anzahl extraterrestrischer Zivilisationen handelt, sondern um eine
Größenabschätzung mittels statistischer Methoden, auf Grundlage von möglichst gesicherten (empirischen) Daten.
Die in diesem Buch vorgestellte Theorie, d.h. alle in den Kapiteln 7 bis 12, sowie 14, 15 und in den Anhängen Teil1 und 2 gemachten Voraussetzungen, Axiome und Sätze sind, im Sinne der heutigen Erkenntnistheorie,
falsifizierbar. Können also bestätigt oder widerlegt werden.
Somit erfüllt das hier formulierte Modell (Kapitel 7-12 und 14-15, speziell Gleichungssystem 12.1.1 und die Gleichung 14.1.3 und die Anhänge Teil 1 und 2) die Eigenschaft der Falsifizierbarkeit im Sinne Poppers und stellt somit
eine naturwissenschaftliche Hypothese hinsichtlich der Existenz von außerirdischen Zivilisationen dar. Darüber hinaus ist das Modell ein fundamentaler Beitrag zur Exobiologie, nämlich die Existenz von (intelligentem) Leben in der Galaxie betreffend. Siehe auch Ende Kapitel 15 Seite 112.

Bei jemanden, der sich mit Ufologie beschäftigt, rennt dieses Buch wahrscheinlich offene Türen ein. Nichts, was nicht schon irgendwo geschrieben stände, bis auf die Wahrscheinlichkeitsanalyse und einige der Schlussfolgerungen. Für diejenigen, die sich mit der Materie beschäftigen, liefert das Buch trotzdem eine fundierte und konzentrierte, auf axiomatischer Basis beruhende, Grundlage zur Ufologie und zur Existenz von Aliens.

Wenn es denn eine Zivilisation gäbe, der interstellare Reisen möglich sind, dann wären wir mit unserem Weltbild wahrscheinlich gar nicht in der Lage diese Möglichkeit als realistisch zu erfassen – mal ganz davon abgesehen, was in Science Fiction Filmen (SF) möglich ist.
Den Phantasien von SF Autoren wird ja fast alles erlaubt, solange sie nicht vom Leser verlangen, bekannte universell geltende physikalische Gesetze komplett über den Haufen zu werfen.
Wobei schon bestimmte Szenarien (wie z.B. Zeitreisen, Teleportation, „Beamen“) den bodenständigen Quantenphysiker zu einer gewissen Gehirnakrobatik herausfordern.
Was ja auch gut ist. Wären solche „damals absurden“ Vorstellungen von z.B. „Mondreisen“ (Jules Vernes, 1828-1905) und internationaler Telekommunikation („Kirk an Enterprise“, 1970 oder Raumschiff Orion, „Lichtspruch zur Erde“, 1964) nicht dargestellt worden, dann wäre eine Einführung von Radiokommunikation (1990), bis hin zu den heutigen Handys, kaum denkbar gewesen.
Allein schon diese technische, physikalische Entwicklung erlaubt die Schlussfolgerung, dass die Physik von heute (Quantenphysik, Teilchenbeschleuniger, Roboter auf dem Mars, Sonden die an der Sonne vorbei gesteuert werden,….) der damaligen Newton´schen Weltanschauung derart fremd war, dass sie damals (vor noch 70 bis 100 Jahren) selbst als SF oder sogar Blasphemie galt.

Wenn es also eine Zivilisation gäbe, der es möglich ist, interstellare Reisen zu unternehmen, dann wäre die Hypothese erlaubt, dass diese Zivilisation auch über die technischen Möglichkeiten sowie die
physikalischen und mathematischen Erkenntnisse verfügt, um solche Reisen zu realisieren.
Jedoch erlaubt uns dieser Umstand immer noch nicht eine Konsequenz zu ziehen, die eine UFO-Hypothese bestätigt.
Die EINZIGE Konsequenz die „wir“ erst mal ziehen dürfen ist, dass unser Wissen heute noch nicht ausreichend ist, um solche Reisen zu erklären oder gar selber unternehmen zu können.
Aber vor dem Hintergrund einer stetigen technologischen Weiterentwicklung sollten interstellare Reisen ebenso für Menschen in der Zukunft möglich werden können.
Denkbar sind sie ja schon und werden auch nicht gleich als total abwegig vom Tisch gewischt. Und wie wir anhand von Indizien zeigen werden, ist es wahrscheinlich, dass sich Organisationen unterschiedlicher Zusammensetzung, in verschiedenen Ländern, bereits intensiv mit der Entwicklung solcher Technologien auseinander setzen und auch in diese Richtung experimentieren.

 

176 Seiten
9 Tabellen

Herstellung und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 978-3-8391-7990-1

Ladenpreis: 17,50 Euro