Die Alien-Hypothese
Eine Wahrscheinlichkeitsanalyse
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Kapitel 13.3 – Weitere Kritiken

 

Carl Edward Sagan [4] war ein bekannter US-amerikanischer Astronom und Astrophysiker. Darüber hinaus betätigte er sich auch als Sachbuchautor und als Schriftsteller. Aber erst durch seine Arbeit als Fernsehmoderator erlangte Carl Sagan eine gewisse Bekanntheit in der Öffentlichkeit.
Sagan gilt als Mitbegründer der Exobiologie und er ebnete den Weg für die Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI).
Des Weiteren hat Carl Sagan zu vielen unbemannten Weltraummissionen beigetragen, die in der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts gestartet sind und unser Sonnensystem erforscht haben.
Es war seine Idee, eine Botschaft der Menschheit an eine Raumsonde anzubringen, die auch von einer außerirdischen Intelligenz verstanden werden könnte. Diese Idee realisierte er mit der Datenplatte „Voyager Golden Record“ an den Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2.
Carl Sagan beschäftigte sich auch intensiv mit der Drake-Gleichung und kam zu dem Schluss, dass Leben außerhalb der Erde durchaus möglich ist.
Durch die damalige Unsicherheit bezüglich der Wahrscheinlichkeitsfaktoren, gab er an, dass die Anzahl der Zivilisationen, in der Galaxie, zwischen 1 und 1 Million liegen könnte. [5]

An der (bisherigen) Bandbreite der Wahrscheinlichkeitsfaktoren entzündet sich die Hauptkritik an der Drake-Gleichung. Es lassen sich doch für alle Faktoren Werte nach Belieben einsetzen. So das man einerseits zu dem Ergebnis kommen kann, das wir die einzige Zivilisation in der Galaxie sind oder andererseits, das wir nur eine Zivilisation unter Vielen sind.
In der Vergangenheit wurde die Drake-Gleichung daher öfters als eine Ansammlung von Unbekannten bezeichnet, die einfach deshalb unbekannt bleiben, weil sie nicht zu bestimmen wären. Und daher viel zu viel Raum für Spekulationen und Interpretationen lassen würde. [6] Die Drake-Gleichung wird daher auch manchmal als Pseudoformel bezeichnet.
Hier liegt jedoch ein Missverständnis vor. Die Drake-Gleichung ist keine Formel zur Berechnung der Anzahl von Zivilisationen in der Galaxie. Sie ist eine Wahrscheinlichkeitsbetrachtung die zur Schätzung der Größenordnung der Anzahl der Zivilisationen dient.

Man muss hier berücksichtigen, dass die meisten Kritiken aus Zeiten stammen, in denen die Behauptung, dass es Aliens gebe, fast schon als Sakrileg oder Ketzerei galt.
Wie die Daten des Keplerteleskopes aber inzwischen zeigen, reichen die gegenwärtigen Informationen schon aus, um den Faktor fp bestimmen zu können.

Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten 100 bis 200 Jahren auch die restlichen Faktoren hinreichend zu bestimmen sind, wenn die Menschheit selbst interstellare Raumfahrt beherrscht.

Die Kapitel 7 bis 12 haben bisher gezeigt, dass ein differenzierter Ansatz möglich und zur Drake-Gleichung kompatibel ist.
Die Einwände gegen die Drake-Gleichung sind daher lediglich als temporäre Anfechtungen zu sehen, die sich in einer (wenn auch fernen) Zukunft als nichtig erweisen werden.

 

176 Seiten
9 Tabellen

Herstellung und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 978-3-8391-7990-1

Ladenpreis: 17,50 Euro