Die Alien-Hypothese
Eine Wahrscheinlichkeitsanalyse
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Kapitel 13.6 – Die transformierte Drake-Seager-Gleichung

 

Die Drake-Seager-Gleichung behandelt nur die roten Zwerge, also eine gewisse Menge von Sternen, nämlich die sogenannten M-Sterne. Man kann die Betrachtung hier ausweiten und auch auf andere Mengen von Sternen beziehen, z.B. auf die G-Sterne also die sonnenähnlichen Sterne.
Die Drake-Seager-Gleichung ist dann zum Gleichungssystem 12.1.1 (Seite 92) kompatibel und lässt sich vollständig durch die, in den Kapiteln 7 bis 12, gefundenen Beziehnungen ersetzen.

N* = Ns = AFs steht, nach Gleichung 7.1.1, für die Zahl der G-Sterne (Sonnenähnliche Sterne), die in der Galaxie vorhanden sind, mit Fs = 7:25 und A = 200-300 Milliarden Sterne.

fQ G-Sterne schleudern keine Gammastrahlen ins All, daher sind alle Sterne beobachtbar, also fQ =1. Der Faktor kann daher entfallen.

fHZ = Fph = FpFh ist der Anteil derjenigen G-Sterne, die erstens einen Planeten besitzen und zweitens dieser sich in einer habitablen Zone befindet. Es gilt Fp = 201:14.000 und Fh = 10:603.

fO = Fk beziffert den Anteil derjenigen Planeten, die für das Keplerteleskop sichtbar an ihrem Stern vorüberziehen. Nach Kapitel 7.1 liegt die Wahrscheinlichkeit eines solchen Transits bei 0,465 % also Fk = 0,004.65 = 93:20.000.

fL = FL ist der Anteil der belebten Planeten, mit FL = 1:9.

fS steht für eine Intelligenz, die eine messbare Biosignatur in der Atmosphäre hinterlässt, also eine technologische Zivilisation, mit fS = FiFz = 1:12 3:7 = 1:28.


Die gesamte Drake-Seager-Gleichung lässt sich dann auf die Menge der sonnenähnlichen Sternsysteme in der Galaxie, beobachtet mit dem Keplerteleskop (bzw. einem quivalent), übertragen.
Alle Wahrscheinlichkeitsfaktoren der Drake-Seager-Gleichung sind vollständig ersetzbar, durch die Faktoren aus dem Gleichungssys-tem 12.1.1 (Seite 92). Die transformierte Drake-Seager-Gleichung für G-Sterne lautet dann:

13.6.1 Gleichung N = AFsFpFhFkFLFiFz
N = AFsphFkFLiz


Nach Definition 7.2.2 gilt: Fph = FpFh = 1:4.200

Damit lässt sich Gleichung 13.4.1 bzw. 13.6.1 auch so schreiben:

13.6.2 Gleichung N = AFsFphFkFLFiFz


Einsetzen aller Werte in die Gleichung 13.6.2 ergibt:

N = (200-300)1097:251:4.20093:20.0001:91:123:7
N = 246 – 369 technologische Zivilisationen

Im Mittel existieren 375 bis 563 (Satz 11.2.6 - Seite 87) technologische Zivilisationen, in sonnenähnlichen Sternsystemen, in der Galaxie. Das bestätigt damit die bisherige Wahrscheinlichkeitsanalyse.


Wie die Transformation insgesamt zeigt, kann man die Drake-Seager-Gleichung, nach Anpassung an sonnenähnliche Sterne, als Teil des Gleichungssystems 12.1.1 (Seite 92) betrachten.
Hierbei spielt die Erdähnlichkeit keine Rolle und es wird nur nach technologischen Zivilisationen, auf habitablen Planeten, gefragt.

Dieses Modell lässt sich auch auf andere Sternenmengen und Beobachtungsgeräte übertragen.
Wenn man den Faktor Fz weglässt, dann kann man die Gleichung 13.6.2 auf intelligente Spezies anwenden. Wenn man auch noch den Faktor Fi weglässt, dann lässt sich die Gleichung 13.6.2 ebenfalls auf belebte Planeten anwenden.

 

176 Seiten
9 Tabellen

Herstellung und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 978-3-8391-7990-1

Ladenpreis: 17,50 Euro