Die Alien-Hypothese
Eine Wahrscheinlichkeitsanalyse
Copyright © Klaus Piontzik Claude Bärtels

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Kapitel 14.1 – Spektralklassen

 

Bei den bisherigen Betrachtungen wurden Sternsysteme untersucht, die ein sonnenähnliches Zentralgestirn besitzen. Geht man davon aus, dass auch andere Sternsysteme, also nicht sonnenähnliche Sterne, eine gleiche Häufigkeit für technologische Zivilisationen aufweisen, so lässt sich aus Gleichung 13.6.1 ableiten:

14.1.1 Gleichung NX = AFXFpFhFkFLFiFz


Die Gleichung 14.1.1 gilt dann für alle Sternenmengen
NX die, jeweils durch einen Sonnentypus bedingt, gebildet werden. Es existieren 13 Spektraltypen, wobei 7 Spektraltypen etwa 99 % der Gesamtsterne ausmachen. Sinnvoll ist es mit 9 Spektralklassen zu arbeiten (O,B,A, F,G,K,M,L,T). Die anderen 4 kann man dann außer acht lassen, da sie im Infrarot-Bereich liegen oder zu selten vorkommen.
NX stellt daher die Anzahl der Zivilisationen, bezüglich eines bestimmten Sonnentypus, dar. Um die Anzahl aller Zivilisationen in der Galaxie zu ermitteln, muss dann die Summe aus allen Teilergebissen, also über alle Spektralklassen hinweg, gebildet werden:

14.1.2 Gleichung NZiv = ∑ NX = ∑(AFXFpFhFkFLFiFz)


Die Anzahl A der Sterne in der Galaxie ist bei allen Sterntypen gleich und kann daher aus der Summe gezogen werden:

14.1.3 Gleichung NZiv = ∑ NX = A∑(FXFpFhFkFLFiFz)
N
Ziv = A∑(FXFphFkFLiz)



Alle anderen auftretenden Wahrscheinlichkeiten sind von der Spektralklasse der jeweiligen Sternenmenge und dem verwendeten Beobachtungsinstrument abhängig. Bis auf die Faktoren FL und Fi und Fz sind alle Faktoren zur Zeit empirisch bestimmbar.

Gleichung 14.1.3 ist die allgemeinste Form, in der die Thematik intelligentes Leben bzw. technologische Zivilisationen, in einer Galaxie, mathematisch dargestellt werden kann. (Basierend auf dem Drake-Seager-Ansatz)

Mit der Gleichung lässt sich eine Abschätzung der Anzahl der Zivilisationen, in der Galaxie, vornehmen. Laut den bisherigen Betrachtungen beträgt die Häufigkeit für G-Sterne, also sonnenähnlichen Sternen, etwa 28 %. Die roten Zwerge, also die M-Sterne, stellen den Hauptanteil dar, mit etwa 70 %, wobei davon nur 80 % beobachtbar sind, d.h.
N* = AFRZfQ. Die restlichen 2 % entfallen auf die restlichen Spektralklassen und werden bei dieser Abschätzung nicht in Betracht gezogen.

Die Wahrscheinlichkeiten für sonnenähnliche Sterne sind, nach Kapitel 7 bis 12, bekannt. Die Daten für die roten Zwerge werden hier nur teilweise den Daten von Sara Seager entnommen, da einige ihrer Annahmen (Leben und Biosphäre betreffend) zu optimistisch sind. Dann werden für Gleichung 14.1.3 die Werte eingesetzt:


N = AFsFphFkFLFiFz + AFRZFQFphFOFLFiFz

N = (200-300)1090,281:4.20093:20.0001:91:123:7
+ (200-300)1090,70,81:4.2001:1.0001:91:123:7

N = 246 bis 369
   + 105 bis 158

N = 351 – 527 technologische Zivilisationen

Nach Satz 11.5.2 (Seite 88,89) existieren zwischen minimal 244 – 366 und maximal 2.438 – 3.657 technologische Zivilisationen, in der Galaxie.
Der errechnete Wert liegt im unteren Bereich des Fensters und somit ergibt sich eine gute bereinstimmung mit den bisherigen Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen.
Es lässt sich daraus schließen, dass der Wert für einen erdähnlichen Planeten bei Fe = 0,01 liegt.

 

176 Seiten
9 Tabellen

Herstellung und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 978-3-8391-7990-1

Ladenpreis: 17,50 Euro