Die Alien-Hypothese
Eine Wahrscheinlichkeitsanalyse
Copyright © Klaus Piontzik Claude Bärtels

 Englische Version    
English Version    


Kapitel 8.3 – „Erden 2“ in nicht sonnenähnlichen Systemen

 

Geht man davon aus, dass auch die anderen Sternsysteme, also nicht sonnenähnliche Sterne, eine gleiche oder ähnliche Planetenhäufigkeit aufweisen, so lässt sich formulieren:

8.3.1 Axiom In Sternsystemen, die nicht sonnenähnlich sind, bestehen wahrscheinlich die gleichen Häufigkeiten, für erdähnliche Planeten, wie in sonnenähnlichen Systemen.


Damit kann man Gleichung 8.1.6 so modifizieren, dass sie für allgemeine Sternsysteme
Nhex gilt:

8.3.2 Gleichung Nhex = AFXFpFhFgFaFe
N
hex = AFXFphFgae


Die Anzahl
NhexGal aller Sternsysteme, mit habitablen, erdähnlichen Planeten, in der Galaxie (&sumFx=1), ergibt sich dann zu:

8.3.3 Gleichung NhexGal = ∑ Nhex ≈ AFphFgae


Ausgangspunkt sind 200 Milliarden Sonnensysteme, in der Galaxie, und Einsetzen in die Gleichung 8.3.3 liefert:

8.3.4 Satz Es könnten minimal etwa 588.410 bis 614.440 „Erden 2“, in unserer Galaxie, existieren.


Ausgangspunkt sind 300 Milliarden Sonnensysteme, in der Galaxie, und Einsetzen in die Gleichung 8.3.3 liefert:

8.3.5 Satz Es könnten maximal etwa 882.610 bis 921.660 „Erden 2“, in unserer Galaxie, existieren.


Die Wahrscheinlichkeit für habitable, erdähnliche Planeten, in beliebigen Sternsystemen, in der Galaxie, beträgt dann:

8.3.6 Definition Fhex = FpFhFgFaFe
F
hex = FphFgae


Fhex1 = FpFh1FgFaFe
= 201:14.000 10:603 10:31 2:5 1:10
= 1:325.500

Fhex2 = FpFh2FgFaFe
= 201:14.000 31:1.952 10:31 2:5 1:10
= 201:68.320.000 ≈ 1:339.900

Wir dürfen annehmen, dass nur jedes 325.500 – 339.900-te Sternsystem einen erdähnlichen Planten, in der habitablen Zone, hervor bringt.


Hier noch einmal alle Werte für die Wahrscheinlichkeitsfaktoren mit ihren Minimal- und Maximalgrenzen:

Fs 7:25 0,28 sonnenähnliche Sterne
Fp 201:14.000 0,014.357 Sterne mit Planeten
Fh 10:603 – 31:1.952 0,016.5 – 0,015.8 Planeten in habitablen Zonen
Fg 10:31 0,322.58 etwa erdgroße Planeten
Fa 2:5 0,4 entfernt erdähnliche Planeten
Fe 1:100 – 1:10 0,01 – 0,1 erdähnliche Planeten



Statistisch gesehen benötigte man etwa
zehn „Erden 2“ um signifikante Wahrscheinlichkeiten zu erhalten.
Dazu müsste die 80-fache bis 770-fache Menge an Sternen untersucht werden, die durch den Keplersatelliten bisher erfasst worden sind.
Bis 2013 wurden mit dem Keplerteleskop 150.000 Sternsysteme untersucht. Statistisch gesehen ist das eine Datenpopulation, die groß genug ist, um signifikante Zahlen zu erhalten.
Es darf angenommen werden, dass bei weiteren Untersuchungen mit größeren Populationen und erweiterten Messmethoden, die ermittelten Wahrscheinlichkeiten (bis auf Fe) für sonnenähnliche Systeme sich nur geringfügig ändern werden.

Bei genügender Signifikanz der Daten wandeln sich die Wahrscheinlichkeitsfaktoren zu einfachen Verteilungs- bzw. Häufigkeitswerten und damit wird das Wahrscheinlichkeitsmodell zum einfachen Verteilungsmodell.

Ausgehend von der derzeitigen Erfassungsgeschwindigkeit von Exoplaneten, wird es noch einige Jahre dauern, bis hier empirisch signifikante Zahlen vorliegen.

 

176 Seiten
9 Tabellen

Herstellung und Verlag:
Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN 978-3-8391-7990-1

Ladenpreis: 17,50 Euro